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Stefan Wiesch: Wie geht es den Pflegekindern in Deutschland? [ZPE-Schriftenreihe Nr. 46, 2017]

Es ist in Deutschland bisher nicht untersucht worden, wie wohl sich Pflegekinder fühlen und wie gut sie in ihrem Leben zurechtkommen. Die vorliegende Untersuchung soll helfen, diese Wissenslücke zu schließen und so der Weiterentwicklung der Pflegekinderhilfe dienen.

Die fehlenden Kenntnisse über das Wohlbefinden und die Funktionsfähigkeit von Pflegekindern in wichtigen Lebensbereichen sind für die Selbstvergewisserung der Kinder- und Jugendhilfe problematisch, da wichtige Informationen zur Evaluation und zur Qualitätsentwicklung der Pflegekinderhilfe fehlen. Die in dieser Schriftenreihe dargestellte Untersuchung soll dabei helfen, diese Wissenslücke zu schließen, und so der Weiterentwicklung der Pflegekinderhilfe dienen.

In der Untersuchung wurde das Konzept der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (GLQ) genutzt. Wie erwartet berichteten Pflegekinder eine niedrigere GLQ, allerdings waren nur bei männlichen Pflegekindern alle erhobenen Lebensbereiche betroffen. Überraschend berichteten weibliche Pflegekinder im körperlichen, familiären und schulischen Bereich eine vergleichbare GLQ wie die Mädchen einer Normstichprobe. Trotz der teilweise überraschend positiven Ergebnisse sollte die Kinder- und Jugendhilfe der vulnerablen Population der Pflegekinder sowie deren Pflegeeltern mehr Ressourcen zur Verfügung stellen, damit Pflegekinder in Deutschland in wichtigen Lebensbereichen ein höheres Wohlbefinden und eine bessere subjektive Funktionsfähigkeit entwickeln können.

Stefan Wiesch
Wie geht es den Pflegekindern in Deutschland?
Die gesundheitsbezogene Lebensqualität von Pflegekindern unter besonderer Berücksichtigung potentieller Einflussfaktoren
ZPE-Schriftenreihe 46
Siegen: universi 2017, 278 S., kart.
ISBN 978-3-934963-45-0
Preis: 14,50 Euro

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